Ganglion (Überbein)

Ganglien stellen zahlenmäßig die häufigste gutartige Geschwulstbildung im Handbereich dar. Es handelt sich um prallelastische unterschiedlich große Gebilde, die häufig gestielt einer Gelenkkapsel, einer Sehnenscheide oder einem Ringband aufsitzen. Sie können über den Stiel mit dem Gelenk in Verbindung stehen. Der Inhalt ist dickflüssig bis gallertartig. Meist entstehen sie am Handgelenk streck- oder beugeseitig. An den Fingern treten sie streckseitig sowohl an den Endgelenken (häufiger) als auch an den Mittelgelenken (seltener) auf, meist im Zusammenhang mit alterungsbedingten arthrotischen Gelenkveränderungen.

Als Ursache für die Entstehung von Ganglien werden degenerative (verschleißbedingte) Veränderungen im Gelenkkapselgewebe bei Überlastung und chronische Reizzustände (z.B. bei Arthrose) diskutiert.

Ein Ganglion kann Schmerzen verursachen oder die Beweglichkeit des Gelenkes einschränken. Bei sehr großen Ganglien kann es zu einer Kompression von Nerven und Gefäßen mit entsprechenden Beschwerden kommen.


Konservativen Behandlungsmaßnahmen wie Zerdrücken, Veröden oder Punktieren des Gangion folgt im allgemeinen rasch ein Rezidiv (erneutes Auftreten des Ganglion). Bei Beschwerden ist deshalb grundsätzlich die radikale operative Entfernung das adäquate Behandlungsverfahren. Trotz sorgfältiger radikaler Entfernung des Ganglion muß jedoch mit einer Wiederkehrfreudigkeit (Rezidiv) von mindesten 20% (bis zu 50%) gerechnet werden !